Interviews

Interview: Frau Rinne-Maaß und Herr Wolf



Welches war Ihr Vorbild während Ihrer Jugend?

RM: Ich hatte kein Vorbild.

Wo: Ich hatte auch kein Vorbild.

Haben Sie in Ihrer Jugendzeit Dinge getan, die eigentlich verboten waren?

RM: Bestimmt. Ich habe unvorsichtige Sachen gemacht, wie zum Beispiel trampen.

Wo: Nein, nicht, dass ich wüsste.

Hatten Sie früher eine peinliche Frisur?

RM: Ich hatte früher im Vergleich zu heute längere Haare und trug diese mit Spangen.

Wo: Ich hatte furchtbar lange Haare.

Haben Sie ein peinliches Kleidungsstück im Schrank oder etwas, was sie als Kleidung überhaupt nicht leiden können?

RM: Ich finde Netzstrümpfe ganz furchtbar!

Wo: Ich habe nichts Furchtbares im Schrank, aber ich habe früher diese Wollökokluft getragen; die finde ich jetzt schrecklich.

Wie war das mit dem Führerschein? Beim ersten Mal bestanden oder nicht?

RM: Beim ersten Mal bestanden in der Abi-Woche, aber ich hatte vielleicht einfach nur Glück.

Wo: Nein, leider erst im zweiten Anlauf. Das war dann wohl nichts. Ich habe die 30 km/h-Zone übersehen, konnte nicht einparken und fuhr beim Abbiegen entweder zu weit links oder zu weit rechts.

Wie lief denn das Abitur? War der Durchschnitt gut?

RM: Ich hatte einen Durchschnitt von 2,8.

Wo: Mein Abitur habe ich mit 2,7 bestanden.

Was tun Sie, um gut in den Tag zu kommen, wenn Sie so früh aufstehen müssen?

RM: Grüner Tee und eine Tasse Kaffe helfen mir, gut in den Tag zu kommen. Und man sollte an etwas Positives denken, dann fällt das Aufstehen leichter.

Wo: Man sollte positiv denken. Und mir hilft auch Kaffee, Frühstück und Deutschland Radio.

An welche Situtation können Sie sich aus dem Unterricht erinnern?

RM: Für meine Schüler ist es immer sehr amüsant, dass ich nicht richtig mit dem Smart-Board umgehen kann.

Wo: Ich musste früher als Schüler immer vorsingen. Das hätte beinahe dazu geführt, dass ich Musik studiert hätte.
(Er spielt auch Orgel und Cembalo, Anm. d. Interviewer)

Gibt es Eigenschaften, die Sie an Schülern als störend empfinden?

RM: Ich mag Unehrlichkeit und Unpünktlichkeit nicht.

Wo: Ich mag Unehrlichkeit nicht und wenn man desinteressiert ist. So nach dem Motto „Der Kopp is eine träge Masse“ und ganz lustlos. Das finde ich furchtbar.

Wie wäre für Sie ein perfektes Wochenende?

RM: Zuerst würde ich früh am Strand joggen gehen, danach Brötchen holen und mit meiner Familie ausgiebig frühstücken und Zeitung lesen. Ich möchte die Sonne genießen, viel in der Natur sein und mich mit Freunden treffen. Und dann abends lange draußen sitzen oder in die Stadt ins Kino oder ins Theater gehen. Das wäre für mich ein perfektes Wochenende.

Wo: WEGFAHREN!! Am liebsten nach Holland und dann auf holländisch einen Kaffee bestellen. Das kann ich mittlerweile auch schon.

Sina Zander und Nina Schröder

Interview mit Frau Renate Konrad-Rehder

Hatten Sie ein Idol während ihrer Jugend?

Ja, ich hatte ein Jugendidol. Das war Françoise Hardy, eine Chansonsängerin aus Frankreich. Für die hab ich sehr geschwärmt. Und denn hab ich noch für einen Schauspieler geschwärmt... Pierre Brice. Der hat Winnetou gespielt, den fand ich ganz toll. Ich hatte sogar einen Starschnitt an der Wand.

Waren Sie mal auf einer Demonstration?

Ja, die letzte Demonstration war in Kiel vor wenigen Jahren. Da haben wir Lehrer demonstriert gegen... ach, ich weiß es schon gar nicht mehr... Ich glaub, es ging um Gehaltskürzungen und, dass Arbeitszimmer nicht mehr absetzbar waren und lauter solche Dinge. Aber ich hab‘ damals auch gegen Atomkraft demonstriert, als ich noch Studentin war.

Welche Musik bevorzugen Sie und wie hat sich ihr Geschmack seit ihrem „Teenager-Dasein“ entwickelt?

Ich habe ganz viele Jahre sehr geschwärmt für „Play Bach“. Das war Jacques Loussier mit einem Jazzorchester. Die haben Bach gespielt. Da war ich etwa mit 13 ganz verrückt drauf und habe alle Platten von denen gehabt. Dann hab ich angefangen wie gesagt, französische Chansons zu hören und dann hab ich die „Beatles“ gern gehört. Das waren meine Favoriten so in der Jugendzeit. Ganz spät hab ich angefangen, für Elvis zu schwärmen, mit weit über 40. Also ich schwärme immer für jemand Besonderes, der dann mein Favorit ist. Aber ich liebe auch sehr Jazzmusik und eigentlich alles von Klassik bis Rock. Die Stones find ich auch toll.

Was würden Sie als ihr aufregendstes Erlebnis bezeichnen?

Also mein persönlich aufregendstes Erlebnis ist die Geburt meines ersten Kindes, überhaupt die Geburt meiner Kinder und, dass ich überhaupt Kinder bekommen habe. Alles andere ist eher weniger aufregend gewesen.

Was würden Sie gerne noch einmal erleben?

Ich möchte noch einmal auf die Insel Tobago fliegen und dort im Meer schnorcheln, noch einmal eintauchen in die Welt der Korallen und der bunten Fische, eintauchen in dieses wunderbar warme, klare Meer.

Wenn Sie sich mit einem Prominenten der Zeitgeschichte oder des Jenseits unterhalten könnten, welchen würden Sie wählen und worüber würden Sie gerne sprechen?

... Mit dem Dalai Lama über Religion, über Menschen, wie sie miteinander umgehen, über Umwelt. Obwohl für die Umwelt wär‘ der Dalai Lama nicht der Richtige. Also vielleicht würde ich mich auch gerne mit Ulrike Meinhoff unterhalten oder... ach, wenn ich da länger nachdenk‘, fallen mir schon eine Menge ein.

Haben Sie verbotene Dinge während ihrer Jugend gemacht?

Oh ja, oh ja, oh ja, jede Menge.

Würden Sie auch Beispiele nennen?

Ja, zum Beispiel hab ich meinen Eltern „ Gute Nacht“ gesagt - ich musste immer um halb 11 zu Hause sein - bin dann scheinbar ins Bett gegangen, doch ich bin einfach wieder in die Disco oder auf eine Party gegangen.

Wurden sie mal erwischt?

Ja, einmal und dann durfte ich das auch eine ganze Zeit nicht wieder machen, weil meine Eltern mich dann kontrolliert haben. Ich hatte ein relativ strenges Elternhaus, ja, aber meine Eltern waren sehr beschäftigt und hatten viel zu tun, sodass sie uns gar nicht so bewachen konnten, wie sie das vielleicht gerne gewollt hätten.

Welcher Ort, den Sie auf Reisen gesehen haben, ist ihrer Meinung nach der schönste?

Der schönste Ort ist ein mit Mandelbäumen bepflanztes Tal  in mitten von Gran Canaria. Dadurch fließt ein kleiner Bach und dieses Tal ist umgeben von Bergen. Es ist warm, die Mandelbäume blühen. Das Wasser ist klar, man kann es trinken. Das ist für mich der schönste Ort.

Welchen Rat würden Sie ihren Schülern gerne mit auf den Weg geben?

Ja, womit fang‘ ich da an?... Dass ihr achtsam seid mit euren Mitmenschen und mit dem, was euch umgibt und, dass ihr das, was ihr tut, gerne tut, dass ihr das, womit ihr euch umgebt, gern habt, auch die Menschen, die in eurer Nähe sind. Ja, dass ihr versucht, alles aufmerksam wahrzunehmen und Liebe entwickelt den Menschen und den Dingen gegenüber, die euch umgeben.

Francesca und Maren

Interview mit Herrn Volkens

Wo ist Ihr Traumurlaubsort?

Real oder im Traum?

Beides.

Im Traum wäre er auf den Malediven oder in der Karibik, also auf einer Insel, die man immer auf Bildern oder im Fernsehen sieht, mit einem weißen Strand, türkisblauem Wasser und Palmen, da würde ich gerne mal hin. Aber ich habe mal geguckt, das kostet für unsere Familie 20.000 € und das wäre zu viel Geld. Ansonsten bin ich sehr glücklich in Griechenland, da gefällt es mir immer sehr, das Essen mag ich dort sehr gern.

Was ist Ihr Tipp für einen guten Start in den Tag?

Auf jeden Fall duschen, erst heiß, dann kalt, und dann beim Frühstück Zeitung lesen.

Ohne welche Gegenstände gehen Sie nicht aus dem Haus?

Ich gehe nie ohne Geld aus dem Haus, ansonsten wüsste ich nichts Besonderes. Natürlich gehört Kleidung passend zur Jahreszeit immer dazu, aber ich weiß, dass ich nie ohne Geld das Haus verlassen mag, sonst fühle ich mich nicht wohl.

Wie stellen Sie sich Ihr perfektes Wochenende vor?

Da gibt es viele Dinge, die zu einem perfekten Wochenende gehören. Ohne Korrekturen, das wäre schon das halb-perfekte Wochenende. Ansonsten auf jeden Fall mit Programm, nicht den ganzen Tag nur rumhängen, mit einem schönen Frühstück und frischen Brötchen, einem weich gekochten Ei. Ich begleite meine Kinder gern zu Aktivitäten wie zum Beispiel zu Handballspielen oder  zum Schwimmen. Ich gucke auch sehr gern die Fußballbundesliga, das gehört einfach zum Wochenende dazu.

Sind Sie Fan von einem Verein?

Nein, früher war ich das, inzwischen nicht mehr, weil ich es ein bisschen abgehoben finde, wie Brot und Spiele. Die Fußballspieler verdienen in einem Jahr so viel wie ich in 10 Jahren, das ist für mich ziemlich unrealistisch und deswegen mag ich kein Fan mehr sein. Dennoch kann ich es nicht lassen, die Spiele zu sehen und auch Spaß und Freude daran zu haben.

Von welchem Verein waren Sie denn Fan?

Ganz früher war ich Fan von Borussia Mönchengladbach, aber das ist schon lange her, in den 70er Jahren. Inzwischen tendiere ich zum HSV, aber ich laufe nicht mit einer Flagge und einem HSV Pullover rum und es kommen mir auch nicht die Tränen, wenn die Hamburger mal verlieren. Ich ärgere mich trotzdem, wenn sie wieder ein blödes Spiel verdaddeln.

Gibt es einen Sport, den Sie gar nicht können?

Ja, ich kann nicht tanzen, eines meiner größten Mankos. Damit habe ich viel Freude im Leben sicherlich versäumt. Ich würde es gerne können, ich habe auch den Versuch gemacht, es zu erlernen mit meiner Frau, aber es führt zu ehelichen Zerwürfnissen, weil jeder Tanzschritt meiner Frau zufällt. Ich muss es mir schwer erarbeiten und das harmoniert dann nicht. Ich kann komischerweise Musik nicht in Bewegung umsetzen.

Was war ihre peinlichste Frisur?

Ich hatte mal Haare so lang wie Günter Netzer als Spieler, schulterlang. Das kann ich Ihnen auf meinem Führerschein zeigen, dann haben Sie etwas zu lachen. (s. Foto)

Haben Sie mal eine gute Tat vollbracht, auf die Sie stolz sind?

Ich habe viele gute Taten vollbracht, auf die ich stolz bin, ja, ohne dass es alles Heldentaten sind.

Können Sie Beispiele nennen?

Ich mag das nicht, zu sagen „dies ist ganz toll und das ist gut“, aber ich glaube schon, dass ich einige positive Eigenschaften habe und auch eine Reihe guter Taten vollbracht habe, wozu man moralisch und rechtlich nicht verpflichtet gewesen wäre, aber trotzdem macht. Ich bedanke mich zum Beispiel immer bei vielen Leuten, was andere nicht tun würden, zum Beispiel bei den Sekretärinnen der Schule und auch bei anderen Mitarbeitern, die bekommen zu Weihnachten immer ein Praliné von mir, und ich glaube nicht, dass das 90 andere Kollegen und Kolleginnen auch machen.

Haben Sie Ihren Führerschein beim ersten Mal bestanden?

Nein, erst beim zweiten Mal. Aber ich hatte eigentlich schon bestanden, hatte schon eingeparkt und war nur noch auf dem Weg vom Parkplatz zur Fahrschule. Eigentlich war meine Prüfung schon vorbei. Dann war ich wohl etwas unkonzentriert und habe rechts vor links nicht gesehen und das wars, ja. Übrigens bin ich der Meinung, dass man nach der bestandenen Prüfung noch kein Auto fahren kann, ich hab es erst danach richtig gelernt.

Was war bzw. ist Ihr peinlichstes Kleidungsstück im Schrank?

Früher waren knallgrüne Hemden total in, das würde heutzutage ja keiner mehr tragen. Die habe ich dann, im Sinne der Familie, entsorgt, weil sie wirklich peinlich waren. Außerdem habe ich früher immer Socken in Sandalen getragen.

Haben Sie eine besondere Erinnerung an einen Unterricht, bei dem etwas Lustiges passiert ist?

Der Wasserhahn! Es tropfte ein Wasserhahn, und ich bekam den Hahn in dem Biologieraum nicht zugedreht. Deswegen habe ich Björn Besau gebeten, ihn zuzudrehen, und habe ihn dabei angespornt, wenn er das jetzt nicht schaffe, dann würde ich irgendein Mädchen dafür finden, und er solle nun einmal zeigen, dass er ein echter Kerl sei. Das hat er sich dann zu Herzen genommen und dabei den Wasserhahn aus der Halterung gerissen. Da schoss dann das Wasser raus und plötzlich stand der ganze Raum unter Wasser. Das war schon ein Erlebnis, an das man sich erinnert.

Welche Eigenschaften stören Sie an einem Schüler am meisten?

Das wird jetzt aber schwierig, weil jeder Mensch anders ist, deswegen ist es schwer, eine Sache herauszunehmen und zu sagen „das stört mich am meisten“. Mich stört  fehlendes Engagement und mangelnde Bereitschaft zur Zusammenarbeit sehr. Außerdem mag ich keine Unzuverlässigkeit.

Mit welchem Durchschnitt haben Sie Ihr Abitur bestanden?

Genau 2,0! Ich wollte unbedingt ein Abi mit 1,9, habe es aber nicht geschafft, weil ich in Deutsch mündlich eine 4 bekommen habe, das war eine absolute Pleite. Während der Prüfung war ich total aufgeregt, da hat mich der Schulleiter gefragt, welche Literaturen ich in den letzten 3 Jahren gelesen habe, und mir ist kein einziges Buch mehr eingefallen. Deswegen wurde es gerade noch eine 4 und somit „nur“ der Durchschnitt 2,0.

Wenn Sie 20 Jahre zurück denken, hätten Sie gedacht, dass Sie heute hier sind?

Vor 20 Jahren, das war eine kritische Phase. Da ging es um die Frage: Wird man eingestellt? Wird man verbeamtet? Dann hätte ich es mir sicherlich noch nicht so vorstellen können. Vor noch nicht ganz 20 Jahren wurde ich zum Geburtstag von Bernd Ochsen eingeladen, das war der 50. oder 55. Geburtstag, und dann saß ich da, um mich herum die Vorsitzenden des Seglervereines, Rechtsanwälte, der stellvertretender Bürgermeister, und ich saß da, habe mich total falsch gefühlt. Ich passte da gar nicht rein, war viel zu jung für diesen Zirkel. Heute bin ich selbst fast so alt, bin jetzt 54 Jahre und denke „Mensch, was bist du für ein alter Sack geworden“, die Zeit ist wie im Flug vergangen.

Von Julia Römermann & Laura Kähler, 12c

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